
Jeden Tag arbeiten Tausende Freiwillige und ein engagiertes Team von Fachleuten zusammen, um unsere Naturlandschaften und ihre biologische Vielfalt zu schützen und wiederherzustellen.
Meine persönliche Mission ist es, so viele Menschen wie möglich zum Mitmachen zu bewegen. Ich unterrichte, halte Vorträge, mache Führungen, moderiere einen Podcast und teile meine Expertise und Leidenschaft in wöchentlichen Interviews im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Auch wenn unser Hauptfokus bei der Erhaltung der biologischen Vielfalt auf dem Schutz und der Wiederherstellung robuster Naturlandschaften liegen sollte, habe ich gemerkt, dass in den fragmentierten Landschaften Europas auch Naturgärten von großer Bedeutung sein können.
Ohne besonders viel Arbeit in meinen kleinen Garten gesteckt zu haben, konnte ich dort dennoch mehr als 700 Tierarten entdecken, von denen einige sehr selten sind.
Soll ich Ihnen mein Geheimnis verraten? Hier sind meine Top 7 Garten-Hacks:
- Legen Sie große oder kleine Wasserquellen an
Vögel können darin baden, Fledermäuse ihren Durst stillen, und viele Insekten beginnen ihr Leben im Wasser. Schon der kleinste Teich kann die biologische Vielfalt in Ihrem Garten erhöhen. Sie müssen sich auch keine Gedanken um eine Mückenplage machen, denn ein Großteil wird von Wasserkäfern, Kleinlibellen oder Wasserläufern gefressen.
- Geben Sie Bäumen eine Chance
Geben Sie sich nicht nur mit Gras und Blumenbeeten zufrieden. Bemühen Sie sich, alte Bäume zu erhalten und neue zu pflanzen. Für kleinere Gärten in der Stadt sind Schling- und Kletterpflanzen gut geeignet, die sie an der Hausmauer entlang wachsen lassen können. Das üppige Grün bietet Vögeln einen Platz zum Nisten, spendet Ihnen Schatten und dient als natürliche Klimaanlage.
- Pflanzen Sie überwiegend heimische Blumenarten
Unsere heimischen Insekten und Blütenpflanzen leben seit Tausenden von Jahren in einer symbiotischen Beziehung miteinander. In jeder Jahreszeit haben andere Arten Hochsaison. Am Frühlingsbeginn locken blühende Weidenkätzchen eine Vielzahl von Bestäubern an. Im Hochsommer übernehmen das die Wiesenblumen. Die Blume, der die meisten Bienenarten einen Besuch abstatten, ist der Löwenzahn.
- Schützen Sie den Boden
Düngen Sie Ihren Boden nicht! Magere Böden besitzen eine große biologische Vielfalt. Passen Sie die Pflanzenarten an den Boden an, nicht umgekehrt. Holen Sie sich Inspiration von den Arten, die in Ihrer Nähe wachsen.
Bäume und Sträucher bevorzugen jedoch nährstoffreichere Böden. Bilden Sie daher mit Kompost, Herbstlaub und Holzspänen eine Humusschicht. Auch Igel werden sich durch so eine kleine waldbodenähnliche Fläche angezogen fühlen!
- Pflanzen Sie einen essbaren Garten
Obstbäume und Sträucher sind für naturnahe Gärten eine echte Bereicherung. Die Blüten locken Bestäuber an, und wenn Sie bereit sind, Ihre Ernte zu teilen, freuen sich Eichhörnchen, Drosseln sowie Haselmäuse, Siebenschläfer und andere Bilcharten darüber.
- Holen Sie sich Untermieter
Stellen Sie Unterschlüpfe für unterschiedliche Tiere bereit, zum Beispiel einen Fledermauskasten, ein Igelhaus, einen Hummelnistkasten oder ein Wildbienenhotel. Daneben haben Sie natürlich die Wahl zwischen einer Reihe von Vogelhäusern. Geben Sie einem Rotkehlchen in Ihrer Hecke, einer Schleiereule in der Scheune oder einem Storch auf Ihrem Dach ein Zuhause.
- Machen Sie sich einen lauen Lenz
Ungemähtes Gras, Laub, trockene Pflanzenstängel und Totholz sind ein wahres Paradies für Krabbeltiere. Legen Sie sich lieber in die Hängematte oder in den Liegestuhl statt zum Rasenmäher oder zum Laubbläser zu greifen.
Im Rahmen der Kampagne #ForOurPlanet 2026 haben wir Tipps aus ganz Europa zusammengetragen. Erfahren Sie, welche einfachen und dennoch wirksamen Maßnahmen Sie zu Hause treffen können oder wie Sie der Natur durch gemeinschaftliches Engagement wieder einen Raum geben können.
Einzelheiten
- Datum der Veröffentlichung
- 14. April 2026
- Autor
- Generaldirektion Umwelt
